Man arbeitet sich fast tot, jedoch nicht ganz. Zwischen zwei Terminen hatte ich Zeit, über Politik als die „Kunst des Möglichen“ nachzusinnen. Die Definition wird Bismarck zugeschrieben, sie sei die Kunst des Erreichbaren, des Nächstbesten. Als Kunst ist sie demnach nichts Geringes, bedarf jedoch des Fleißes, der auf Begabung treffen muß. Der Kunst des Möglichen wäre abschreckend die Praxis des Unmöglichen gegenüberzustellen. Zu solcher Praxis gehören vermeidbare und unbeendbare Kriege. Das Mögliche einschätzen zu lernen und es vom Unmöglichen zu unterscheiden bedarf es eines Lebens großer Hingabe, etlicher Fehlschläge und gründlicher Studien. Die sogenannten Thinktanks sind Gremien unbestimmter und unbestimmbarer Qualität. Panzer denken nicht. (Auf die Schnelle noch dies, erneut Bismarck: „Das Geheimnis der Politik? Machen Sie einen guten Vertrag mit Rußland.“ Niemand mag das hören, kaum jemand glauben. Demnach läuft alles weiter wie bisher. Immerhin haben alle recht. Dafür wird gestorben.)
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