Früher saß ich im Garten und habe geschrieben. Es gab da einen Platz unter einem Baum. Dann haben sie den Baum gefällt, und dann war da im Sommer kein Schatten mehr und also auch kein Platz für mich. Eines Sommers waren alle Pflanzen dort draußen vernichtet, das hatte eine Arbeitskolonne verrichtet innerhalb von nur zwei Stunden. Das geschah während einer dieser heißen Sommer. Nur die Rosensträucher ließen sie stehen, die hatten Geltung, ansonsten war alles braun und verbrannt. In jenem Sommer mußte ich die Vorhänge mit Wasser einsprühen, so heiß wurde es ohne die schattenspendenden Bäume und Sträucher. Man soll den kleinen Hinterhofgarten in Frieden lassen. Jetzt wächst dort wieder was, ich finde Schatten und traue mich hinaus. Alle sagen, es wird ein heißer Sommer. Man könnte die Geschichte dieses Hauses und seiner Bewohner schreiben.
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Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
So sagt man, gewiß. Es gäbe viel Gutes zu tun, nicht nur durch das Schreiben, also das Sagen. Wir tun das jeweils Unsere, darauf ist Verlaß. Die Geschichte dieses Hauses ist in vielem aufbewahrt, das ich schreibe, auch auf diesen unzähligen Seiten. Übrigens auch die Verwüstung, die ich angedeutet habe. Ich nehme eigentlich alles aus dem Leben, das mich umgibt, nur daß ich es umwandle zum Schutz der Beteiligten. Versteht sich vielleicht von selbst. Zum Haus-Chronisten tauge ich allerdings nicht. Paul Nizon fällt mir ein: Im Hause enden die Geschichten (1971). Ich achte auch darauf, daß ich mein Leben nicht literarisch ausbeute. Das mag ein Fehler sein.
Ausgebeutet kann man nur durch andere werden. Du und Dein Leben sind Eines. Sie sind der Grundstock der Literatur.