Ich will, daß du nicht willst. Du willst, daß ich will. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich bin kein Freund der Willensphilosophie. Mögen sonstwelche Leute sonstwas wollen, ich werde mich nicht danach richten. Dein Wille sei mir Befehl. Nein, nicht einmal als Wunsch. Wir kriechen nicht umeinander oder voreinander herum. Vor mir möge sich niemand erniedrigen. Ich möchte nicht, daß man mir nach dem Munde spricht. Ich werde vor nichts und niemandem auf die Knie gehen. Schlüge man mir in die Kniekehlen und ich sänke zu Boden, dann wäre das kein Kniefall, sondern Mißhandlung. Wir wissen nicht, wohin die großen Dinge geraten. Aber wenn sie mit Furcht kommen und auf Angst setzen, dürfen wir uns menschlicher verbinden als zuvor. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.