Totenkult 8

Selbstverständlich gehe ich gern auf Friedhöfe. Wo sonst wäre man ungestört. Katzen streunen herum, Dachse graben sich ein. Lauschige Stille. Efeu rankt, die Vöglein singen, ein Garten des Todes, gewidmet dem Leben. Nun endlich doch, ein guter Ort, ein Paradies. Feingeister stellen sich ein, lesen dort oder wandeln, nachdenklich, sinnend. Wer Tiefe sucht, findet sie an den Stätten des verblichenen Lebens. Nichts ist kostbarer als das Genommene. Tränen.


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