Der Tod konturiert das Leben, er schärft den Sinn fürs Lebendigsein. Einst werde ich nicht mehr sein. Was folgt daraus für das Jetzt und diesen, warum nicht diesen? Augenblick. Was ergäbe sich aus dem Gegenteil: der fahrlässig in Aussicht gestellten physischen Unsterblichkeit. Daß wir wie Kinder alles wollen und daß das Spielen niemals ende, versteht sich. Ach, wir wurden immer zu früh heimgerufen. Abendbrot und Bettgehzeit, tägliches Enden und Verdammnis der schlimmen Träume, zuvor das den Schlaf-nicht-finden-Können. Ich warf meinen Kopf auf dem Kopfkissen hin und her, jagte durch heftige Bildern der Ehre und des Schreckens. Ich will nicht ins Bett, ich will fröhlich sein! Wir sind die Kinder des Lebens und dürfen spielen, nur nicht endlos. Dunkler Ernst jenseits der Linie.
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