Ländliche Tanzfigur

Leben muß nicht idealisiert werden. Es riecht, es ächzt, es sondert Säfte aus. Die Kinder freuen sich über Fürze und imitieren sie, indem sie die Lippen auf den Unterarm pressen und Luft freilassen, jedenfalls die Jungens. Den Mädchen bringt man bei, sich vornehmer zu halten, aber schweinisch können sie zum Glück auch. Wir pendeln zwischen Adel und Abschaum, jeweils jeder. Später einmal, wenn man groß und bedeutsam ist, wird man sich eine Attitüde zugelegt haben, dazu die Kleidung und eine unverwechselbare Frisur. So schafft man Möglichkeiten, daß andere an einem emporstaunen können. Der Bauer in mir rülpst, der Adlige sagt: Gut so. Was ist denn schon dabei. Widerlich sind doch die Quälereien und Schindereien, das bewußte Kaputtmachen. Ansonsten lauter Arrangements und die Hoffnung, daß bei einem selbst noch etwas herausspringt hinsichtlich Begabung oder Beglückung. Niemals aller Tage Abend, und der Irrwitz mancher Tage strandet, landet, krepiert blindgängerisch. Dies gegen die Sterilität. Uns wachsen Haare sonstwo. Was ist mit denen?


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