Es ist ein verführerischer Gedanke der Systemlehre, die Teilnehmer der Trainingseinheiten und Wettbewerbe derart einzustellen, daß sie erfolgreich sein werden. Und wäre oder ist es nicht mindestens wünschenswert, insofern ethisch vertretbar, daß solches gelänge? Vom Fortpflanzungserfolg über den programmierbaren Schulerfolg bis weit hinaus nach oben ins Leistungsanspruchsdenken unter den strengen Genügensbedingungen einer sortierenden Kultur, die mit Humanismus argumentiert, wenn sie Optimierung, Perfektionierung, Konfektionierung meint.
Ließe sich da nicht was machen, daß zum Beispiel endlich auch ich vollends reibungslos funktionierte, also nicht mehr an inneren Widerständen litte und durch sie scheiterte? Es wird doch Medikamente geben, die mir die volle und verdiente Teilhabe am gesellschaftlichen Leben derzeitigen Zuschnitts ermöglichen. Herrgott! Denn das System hat recht. Das sagt alle Welt und unaufhörlich. Selbst einer wie ich möchte erfolgreich sein – eines fernen Tages. Leute wie ich werden dauernd und anhaltend diskriminiert. Selbstverschuldet, wie man sagen könnte. Wir sind nicht einmal eine Gruppe, wir leben vereinzelt. Ich weiß kaum, ob wir mehrere sind. Ich mag es hoffen, doch zu behaupten traue ich mich wenig mehr.
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