Loch

Wenn jemand stirbt, weiß er nicht sogleich, wohin. So irrt er herum, tagelang. Körperlos, schwerelos, leidlos. Vielleicht über allen, vielleicht durch andere. Die schluchzen, barmen, vermissen. Schmerz der Verlassenen. Sie zürnen dem Abtrünnigen. Hätte er nicht länger zu ihrer Gunst und ihrem Gefallen verweilen können! Das Beste an Tatsachen ist, daß sie sind, was sie sind. Daß sie noch mehr sein können, wissen wir und gehen damit um. Laßt uns gehen, sagen die Toten, damit wir wiederkommen können. Sonst haltet ihr nichts als Fetzen in den Händen. Selbst als Sterbliche dürft ihr bereits die Freiheit bedenken, jene nämlich, gehen zu lassen.


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Loch

Ein Gedanke zu „Loch“

  1. Eugen schreibt:

    Die toten scheinen im recht zu sein..und wir im unrecht…denn das was sie hinter sich haben,haben wir noch vor uns..aber wie behauptet man das leben,das dasein?..wir wanderer,die ins unbestimmte wandern…uns bleibt die trauer..

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