Wie stark das Leben eines angeblich Toten wird, wenn er angeblich gegangen ist. Das sogenannte Ende eines Menschen erzeugt einen Widerhall, der vieles übertrifft, was zu Lebzeiten möglich war. Nun, da er tot zu sein scheint, denke ich über den Toten mehr nach als zu seinen Lebzeiten. Er hat die Tür gefunden, die ich noch suchen muß. Das wäre der erste Grund. Er läßt sich korrigieren. Der zweite liegt im Fehlen, im Loch des Verschwindens begründet; dieses Loch erzeugt einen Sog, als entließe eine U-Bahnstation einen Zug. Das reißt an den Haaren, macht in kalter Saison die Menschen zittern. Der dritte verweist auf den unsterblich-unauflösbaren Zusammenhang zwischen Leben und Tod, Tod und Leben. Leben ist ohne Tod gar nicht denkbar. Die Toten sind Teil der immateriellen Struktur des Lebens. An der hängen wir, unabkoppelbar, existentiell.
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