Geschmacksbildung: wann, wo und wie sie beginnt. Warum ist es mir nicht möglich, ein Wort wie „knuffig“ zu verwenden? Weshalb zucke ich zusammen, wenn jemand sagt: „in die Tonne treten“ oder „in der Pfeife rauchen“? Man muß ja nicht ins Politische – es strotzt von geschmacklosen Termini. Beispiel: „Migrationshintergrund“. Selbst bei „wertschätzend“ zucke ich zusammen, der Humor assistiert und versteht, daß ein Wert geschätzt, nicht bestimmt werden kann. Phrasen schmerzen erst im Kopf, dann im Körper. Von Farben, Formen, Figuren müßte die Rede sein, doch die Sonne lacht mich aus. Tagebucheintrag heute: „Die Sonne lacht, wie wir hier sagen, von ihr kaum je verbrannt. Sonnenbrände als Kinder, wir zogen die Haut ab in langen Flatschen.“
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