Die Hundstage haben begonnen – bei wechselhaftem Wetter, Regen und Wind, 17°C. Ihnen zugeordnet ist die heißeste Periode des Jahres, und wer Ulrich Seidls Film gesehen hat, 2001 kam er in die Kinos, weiß, daß solche Hitze den Verstand schmilzen läßt, die Begierden lockert und die moralische Hinfälligkeit des Menschen offenbart, nicht nur in Wien. Sinnliches Leben und Streben im gegenständlichen Materialismus – doch machen wir uns hinsichtlich der Begierden nicht allzu fein! Die Haut, der Schweiß, der Geruch. Im Schatten ist es bis zu zwölf Grad kühler. Das wurde gemessen, ich gebe es weiter. Dort, im Schatten nämlich, funktioniert die Sittenstrenge besser.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.