Wenn wir schweigen

Menschen gehen an mir vorbei, ich an ihnen. Was hatten, was haben wir miteinander zu schaffen? Es wird sich weisen. Wer das weist, weiß ich nicht. Ich staune an allem entlang, sehe Leuten nach, lese alte Briefe. Mit jedem Tag wird das Leben, falls ich verallgemeinern darf, erstaunlicher. Während, um ein Beispiel zu nennen, nach dritten, vierten und weiteren Geschlechtern gefahndet wird, beschäftigen mich die bekannten beiden, und ich vertiefe mich mehr und mehr in das raffinierte Rätsel des Lebens in seiner Fruchtbarkeit. Daß selbst ich existiere, verdankt sich etlichen Umständen und glücklichen Verläufen. Nichts versteht sich von selbst, für alles wurde gezahlt, geopfert, geblutet. Manchmal ist mir, als hätte ich noch nicht genug gegeben.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Wenn wir schweigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert