Im Rückblick auf die furchtbarsten Phasen meines Lebens denke, auf die Schnelle formuliert wie stets, daß es darauf ankommt, die Ein- und Anpassungsprozeduren, die seitens der Umgebungen vorgenommen werden, halbwegs unbeschadet zu überstehen. Diese Prozeduren können vernichten, nichts an ihnen ist niedlich oder von vornherein gut. Sie verfälschen dich. Sie mogeln und modeln dich um. Das ist ihr Auftrag, sie erfüllen ihn gut. Die Ordnungen, in denen wir leben, verstehen sich noch nicht auf Persönlichkeiten. Sie ebnen ein, sie egalisieren, sie nivellieren. Extrem genommen: Du bist nichts, dein Volk ist alles. Höhe- und Tiefpunkt systematischer Verringerung des unverstanden Einzelnen. Wir Nachgeborenen sind Abkömmlinge und Entsprungene solcher Kollektivpsychosen. Wir tragen das in unseren sprechenden Körpern. Die Sprache der Gewalt lautet: Du sollst nicht sein. Die Gegenwehr durchläuft die Generationen subkulturell. Ich selbst fühle mich als ein kleines Element des Widerstandes gegen die ungeheure Vereinnahmung (Zerstörung) des Lebens durch die vernutzenden Systeme.
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