Mit dem Wort Karriere kann ich bis heute nichts anfangen. Laufbahn erinnert an Runden auf dem Sportplatzoval unter Zeitkontrolle (Stoppuhr). Lebenslauf beschreibt ein wenig, worum es gehen könnte – wobei ich die äußeren Daten, die gezackt und markant ins Blickfeld wuchten, zurückschieben wollte, um eine Idee zu bekommen, worum es gegangen sein könnte. Ein Suchen und Finden, ein Verwerfen und Neubeginnen, ein Blinde-Kuh-Spiel nach Maßgabe der jeweiligen Positionsmeldung. Kalt, kälter, wärmer, kalt, wärmer, warm … Das dauert. Findet man oder wird man gefunden? Aufgefunden. Jedenfalls ist man unterwegs und versucht, eine gewisse Struktur (Ordnung) zu erkennen, vielleicht zu entwickeln. Manchmal scheint das Chaos zu obsiegen. Jahre der Selbstschädigung sogar – auch sie, wenn es gut geht, ein Weg zur Heilung durch die Bitternis der Selbsterkenntnis. Kitsch ist ein Darstellungsmodus, kein belastbares Strukturprinzip. Wünsche wuchern herum und suchen Halt. Es ist gar nicht leicht, ein Mensch zu sein. So sind und bleiben wir unterwegs. Anspruchsvoll und anspruchslos, und beides in die richtige Richtung. Vor allem aber ein Unterwegssein … Wir sind Wanderer.
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