Am nächsten Morgen ist es nicht so, daß jemand reden möchte. Unten wird gefegt. Er hört das Kratzen der Reiser auf den ausgetanzten Bohlen des Schankraums, zögert noch, bevor er die Treppe hinunter nimmt, klirrenden Schritts (die Sporen hätte er abnehmen können). Er ist sich selbst zu laut an diesem Morgen. Vermutlich wird bald der Sheriff erscheinen. Etliche Stunden zu spät. Auch als Hüter des Gesetzes hätte er gestern abend wenig vermocht. Schließlich hat niemand diesen Idioten, dem nun ein Sarg angepaßt wird, gezwungen, beleidigende Andeutungen zu machen, Drohungen auszustoßen und sich auf diese widerwärtige Weise zu spreizen. Ihm brummt der Schädel, weniger vom Schnaps, vielmehr von den komplizierten Gedanken, die sich unweigerlich anschließen, wenn man jemanden getötet hat. Der Reinigungsgehilfe nickt kurz, fegt weiter. Auf jenen Platz, an dem der andere gestern gesessen hat, bevor er übermütig wurde, setzt er sich nun und bestellt in den leeren und hallenden Raum hinein einen Kaffee. Im Türrahmen zwischen den Flaschenregalen erscheint ein Gesicht und nickt. Ein freundlicher Chinese. Wenig später ist der Kaffee da, und er sieht sich die Sache von dieser Warte aus an. In der staubhellen Luft des morgendlichen Saloons sieht er die Dinge, die zum Tod führen können, tanzen. Er hat für die Gestalten, die er sieht, keine Namen, doch er sieht sie alle.
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