In der Fläche

Eine Farbtube liegt ausgequetscht auf dem Boden, ein Fußtritt, und sie rutscht aus der Laufbahn des Malers, der heute morgen sehr heftig malt und um das unfertige Bild pirscht wie um ein Stück Beute, das es zu reißen gilt, und jede seiner Bewegungen trennt einen Streifen Fleisch aus dem Weiß des Leibs. Immer noch tiefer dringt er ein und legt leuchtende Substanz frei. Der Jäger ist zornig, denn nichts aus dem Innern ähnelt dem, was er kennt und erwartet hat. Mit dem Neuen ist es schwierig, es besteht kein Verlaß. Die feinen Blutperlen, die sich unter seiner Hand gebildet haben, möchte er verstehen lernen und punktiert die Faser. Nun stößt er auf Hartes, ein Gebein, nicht erstaunlich – in das hinein ist die Elfenbeinstadt gelegen, die er nun durchmißt, plötzlich seltsam gefaßt. Vom Groben ins Feine, wie bei jeder Entdeckung. Eine steile Treppe führt hinauf in das Licht, hinter dem die weite Kälte wartet. Er geht vorsichtig vor, hält den Atem an, darf keinen Schritt weiter tun. Die Hand sinkt, er wendet sich ab, kehrt um. Wo ist die Katze? Eben querte sie doch seine Gedanken. Er steigt aus, bückt sich nach der Tube. Mit ihr fing es an.


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