Teil eines Dramas oder einer Posse? Vermutlich beides, denn die Posse beruht auf Täuschung, Verwechslung, Übertreibung. Sie beruht auf Überfällen des Aberwitzes, dem Einbrechen des Unerwarteten, auf Klamauk. Denn die Sache reimt sich nicht, führt nicht hinauf, besteht aus derber, zuweilen peinlicher Komik. Hohe Ambitionen brechen sich an den oftmals flachen Gestaden der Wirklichkeit und laufen klanglos aus. Da wir Menschen begabt sind mit hohem Sinn, sehen wir unsere Existenz und die Verwicklungen, die sich daraus ergeben, gern als tragisch an. So auch ich. Ich erkenne das Possenhafte meiner Existenz, hoffe ich, doch ich spüre auch jenen anderen Teil, den ich nun nicht mehr dramatisch nennen kann, weil ich den Sinn dieses Attributes Zeilen zuvor zerstört habe. Ich spüre jenen anderen Teil, und aus ihm kommt mein Bestehen. Ich könnte auch anders, doch lebe ich nicht im Konjunktiv. Im Konjunktiv lebt es sich gänzlich anders. Da lebt sich das Leben nach Wunsch. Wie abgeschmackt das ist. Wenngleich auch die Wirklichkeit diesbezüglich einiges zu bieten hat.
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