Sich selbst vor die Tür setzen. Nicht zum Stubenhocker werden, nicht Schreibtischtäter sein. Den unfruchtbaren inneren Monolog stoppen. Nachsehen, was die anderen so treiben da draußen unter dem verhungernden Mond. Ich weiß, daß die Dealer und Spieler vor dem Wettbüro stehen werden. Ich weiß, daß die jungen Hoffnungsträger aus aller Welt in der Villa gegenüber in Gruppen stehen und Pinguin spielen. Ich weiß, daß am Backladen am U-Bahnausgang Leute auf den festgeketteten Bänken sitzen und die Aussteigenden beobachten und warten, daß jemand Bestimmtes die Treppen aus dem Untergrund emporsteigt und es bringt. Was denn bringt? Das bringt, worauf alle warten. Ich weiß, daß sie in den Bars, die ich kenne, jetzt dicht an dicht auf den Hockern sitzen und sich ihren Tag erzählen. Ich weiß, daß der Pfandflaschenzuständige im Kaiser’s jetzt oder gleich mit einer Rolle Plastikfolie den Kistenturm auf der Europalette umkreist und die Ladung auf diese durchsichtige Weise sichert. (Paketschnur würde es auch tun. Er bevorzugt Klarsichtfolie.) Ich weiß, daß viele jetzt nach Hause gehen, denn sie haben gearbeitet und freuen sich auf den Feierabend. Sie laufen die gemeinsame Straße, biegen in eine kleinere und verteilen sich auf die Häuser. In den Häusern liegen die Wohnungen wie Waben in einem Bienenstock. Öffne die Tür, tritt ein in dein kündbares Reich. Jacke an den Haken, Tasche in die Ecke – doch was nun? Jacke vom Haken, Tasche liegen lassen, hinaus ins Freie. Schauen, was die anderen so treiben, da man selbst schon nichts weiß. Da folgen oft die schönsten Stunden.
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