Über Schlaf und über Träume, oder unter ihnen. Die Unruhe des Drängenden. Geschwind, geschwind. Doch dann? Liegen heißt bleiben, bleiben heißt Ort. Wohin denn des Nachts, Streunendes? Über den Dächern eine Art Mond, bildhaft wie aus einem Buch. In den Tiefen, die der aufgetürmte Stein läßt, ein Nebel des Vergessens und Verzeihens. Die alten Rechnungen sind beglichen, die Schuld ist getilgt. Schlafen heißt tauchen, tauchen heißt sehen, geschlossenen Auges, offenen Sinns. Noch immer gedenke ich des unterseeischen Kabels, das die alte mit der neuen Welt verband für die Gespräche, die zu führen waren. Die feuchten Tiere, die sich daran hefteten und mitverfolgten, was damals wichtig war oder zu sein schien. In hundert Jahren gibt es keinen mehr der jetzt bekannten Staaten, und sollte es einen geben, liegt er auf einer Insel oder inselgleich. Mich schreckt das nicht im geringsten, und warum sollte es auch. Ich gehe durch Formen, die Formen durch mich. Eines Tages bin ich tot und demzufolge sehr woanders. Nichts daran ist schlimm, vielmehr natürlich.
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