Schöne Geste

Wäre alles klar, gäbe es keine Texte. Selbst diejenigen, die vorgeben zu wissen, wie es wirklich aussieht, schreiben Texte oder halten Reden. Vermutlich ringen auch sie mit sich selbst und nicht so sehr mit uns, die wir lesen sollen oder wollen, wie es dort aussieht, wo sie waren. Unser Selbstgespräch handelt davon, wie es ist, ein Mensch zu sein. Alle geben Zeichen, alle machen mit. Manchen ist es bewußt, anderen nicht. Jeder bildet sich seinen Reim auf das, was ist. Was ist, ist nicht klar. Wir fischen im Trüben, da wir selten gut sehen. Wir halten uns an jene, die zu erkennen scheinen. Eine Gewähr dafür gibt es nicht. Vieles Geglaubte hängt mit der Macht oder dem Machtmißbrauch jener zusammen, denen man vertraut. Wir wissen ja nicht einmal, was eine Nachricht ist. Doch werden wir mit Nachrichten gemästet und wissen schon gar nicht mehr, wohin. Ich halte mich an jene, die nichts von mir wollen, nicht einmal mein Bestes. Ihnen gebe ich gern.


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Schöne Geste

Ein Gedanke zu „Schöne Geste“

  1. Hartmut schreibt:

    Seltsam. Einer der kryptischsten Einträge, die ich hier von Dir gelesen habe. Oberflächlich praktisch unbrauchbar und unverstehbar (da laufend widersprüchlich, inkonsistent, alogisch etc.). Auf der rationalen Ebene muss man zu dem Urteil kommen: surreal, absurd.
    Der Subtext: am Rande der Verzweiflung (insofern auch absurd im literaturgeschichtlichen Sinne)..
    Und dann fällt mein Blick in die Browserzeile und stellt fest, dass die „schöne Geste“ in ihrer Erstfassung einmal „Distanzgeste fast aus Verzweiflung“ hieß. Sehr wahr. Die Titeländerung (die WordPress beim Seitennamen nicht mitvollzogen hat) hat deine Botschaft zusätzlich verschlüsselt.
    Ich denke an Deine Verbergen-Programmatik vom 7.9.
    Die heroisierte Interesselosigkeit der beiden Schlusssätze, die vielleicht versöhnlich wirken soll, stellt mit der vorherigen Axiomatik selbst eine Aporie da, jedenfalls im Kommunikationszusammenhang. Der Autor negiert sich. Oder doch nicht? Was gibst Du denn?

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