Nächtliches Bild: Die Bücher des Lebens stehen in der unterirdischen Totenkammer einer Pyramide.
Eine Bibliothek für jene, die keine Bücher mehr aufschlagen werden. Bücher sind für die Lebenden, sie bilden den Proviant für die lange oder kurze Strecke des eigenen Wegs. Sie sind der Trost für die gepeinigte Seele, aus ihnen sprechen die Freunde, die fern sind oder längst dahin.
Wenn ich einmal tot bin, werde ich keine Bücher mehr benötigen. Ich werde dann alles wissen und es wird mir an nichts mangeln. Sofern ich dann noch bin oder wieder.
Manchmal erscheint mir dieses irdische Existieren wie irgendein Abstellgleis an einem Bahnhof, von dem aus in alle Richtungen die Züge ins Nichts brausen. Als werde unverhohlen und fleißig Sinn abgebaut, und darin erfülle sich der unbekannte Plan.
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