Die Glasscherben und -splitter auf dem Gehweg. Einem dieser Gehtrinker fiel die Flasche aus der Hand, oder er schmetterte sie zu Boden. Ein Mädchen saß hinten auf dem Gepäckträger des Fahrrads und ließ die Flasche fallen, als sie so laut lachen mußte, daß sie sich nicht mehr halten konnte. Sie schunkelten den Berg hinauf wie Besoffene. Ihr Fahrradfahrer saß vor ihr und trat in die Pedalen wie toll. Die Flasche wurde aus dem Fenster geworfen bei voller Fahrt aus einem Auto, das mit 85 Stundenkilometern über den Boulevard der zerbrochenen Träume brettert und dessen Fahrer nicht daran denken darf, daß etwas auf die Fahrbahn springen, laufen oder rollen könnte, was Leben ist und kostbar. Nachts tritt vielleicht noch jemand in diese Scherben hinein, zerschneidet sich den Fuß, barfuß und romantisch in Berlin in dieser Nacht nach dem Vollmond (der war gestern um 21:05). Morgens blinken die Splitter in der Sonne, die über dem Friedhof aufgeht und gegen Mittag in den Süden wandert, wo die Autobahn liegt mit ihren tausend Kilometern an Entfernung. Die Hunde machen einen Bogen um dieses zerbrochene Glas, die Eltern ziehen ihre kleinen Kinder zur Seite. Bis die Straßenfeger kommen, liegen diese Stückchen desorganisierter Materie auf den Gehwegplatten und fallen auf. Kein unnützes Bild.
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