Nachts noch hoch

Nachts und die Geister, die Erinnerungen. Geht ein Wind, legt sich wie eine Schlinge um das zarte Haus. Irgendwo klappert die Dachluke, niemand traut sich hin. Die Tiere stehen geblendet im Licht der Nachtlaterne, es ist warm im Stall. Die Wimpern der müden Kühe, ein Schwein grunzt, ein anderes furzt. Landleben und morgen wieder die Gier des ewigen Fressens. Die Luke und ihr Wind. Jemand muß die Leiter hinauf. Wer weiß, was dort oben ist. Forken, Harken, Stangen, Dachlatten, Bretter, Dachboden, mein Gott, ein Dachboden eben, was soll dort sein? Die Geister, wer sind die denn? Vorsicht dort oben, die Bohlen liegen unregelmäßig, weiter hinten ist ein Loch, eine Luke geht hinunter in den Stall, wo die Kühe liegen. Spinnenweben kleben sich ans Gesicht. Ein letztes Treppchen führt zur Dachluke, in die der Wind fährt wie nichts. Kopf hindurch und drüber der Himmel schwarz wie die Nacht und tausend Sterne, ziehende Wolken, getrieben durch den Westwind, wie er unsere Gegend bestimmt und uns auch.


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