Es war am Montag, die Sonne wärmte, ich lief durch den Park hinüber zum Flugfeld. Die Menschen saßen auf den Bänken und Barrieren und sonnten sich. Das helle Licht machte mich benommen, die Fläche war zu groß, ich wußte nicht wohin. Da steht eine kleine Eiche, die ich manchmal besuche, zu ihr ging ich. Sie trug noch ihr altes Kleid aus toten braunen Blättern. Um sie herum lagen Körper im Gras, sie lebten. Ich lief durch das Gras und hörte meine Schritte. Einmal blieb ich stehen und erschrak. Es gab keine Geräusche mehr, ich stand wie allein unter der Sonne in der Weite dieses aufgegebenen Flugplatzes und hörte nichts. Ich wischte mit dem Zeigefinger über mein Ohrläppchen, denn ich fürchtete, ich sei taub. In der südwestlichen Ferne glitzerten die Autos auf der Stadtautobahn wie Wassertropfen oder gläserne Blasen. Es war vollkommen windstill, ich war umhüllt von Stille, selbst in einer Blase. Einen Steinwurf entfernt saß ein Mann im Gras und hörte Musik, er nickte dazu. Mir war, als könne ich ihn mit einer leichten Bewegung des Arms erreichen und berühren, denn die Gesetze waren außer Kraft. Ich stand lange und lauschte. Endlich vernahm ich das aufgeregte Lied der Lerche, die mit schnellem Flügelschlag über mir in der Luft stand. Das heißt Singflug. Dann kamen Frau und Mann den schmalen Asphaltweg entlang, er sagte zu ihr: Ich habe große Lust auf Pellkartoffeln mit Quark. Auch ich wählte den Weg zurück in die Geräusche.
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