Am schlimmsten sind jene Leiden, deren guter oder späterer Sinn nicht einzusehen ist. Blick des getretenen Hundes. Er versteht nicht. Seine Liebe, seine Ehrfurcht, sein Glaube, sein Alles. Mit einem Tritt zerstört, einem Handkantenschlag des Zorns. Wer kann in solche Augen sehen und ein weiteres Mal zulangen? Es geschieht, nicht nur gegen Hunde.
Leiden werden wir nicht missen wollen. Doch nicht aus angeborenem oder erworbenem Lustschmerz. Leiden macht denken. Die Verhältnisse stünden da wie abgesegnete Installationen, würde nicht jemand gerechtfertigt widersprechen, autorisiert durch persönliches Leid. Dieser Widerspruch zu den Verhältnissen kann nicht gratis erfolgen. Sonst wäre man auf Einsicht angewiesen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.