Hier was, da was

Bewegt man sich nicht auf der Höhe eines Problems, sondern unterhalb, schaut man mit steifem Nacken hinauf und sieht es von unten. Unterseite des Problems. Begreift man nicht Tiefe und Ausdehnung eines Problems, steht man vor einer phänomenalen Glaswand, vor einem flächigen Schaukasten eingeschränkter Sinnlichkeit und beschränkten Begreifens. Gefahrlose Zuschauerperspektive. Es riecht dort nicht, es ist sicher. Man kann nebenbei ein Bier trinken, eine Zigarette rauchen, eine SMS senden. Mit solchen Touristen des Lebens haben wir es nahezu täglich zu tun, umso zahlreicher die Ratschläge und Hinweise. Sprache ist so schön: schlagen und weisen, weisen und schlagen. Derweil schnell die neuen Bilder oder Minitexte von allen möglichen bekannten und halbbekannten und demnächst bekannten Leuten, die nichts bedeuten, aber demnächst etwas bedeuten könnten, weshalb sie wahrgenommen werden wie etwas, das es wirklich gibt. Nur aus Sicherheit. Denn um Sicherheit geht es, um fast nichts anderes, daher diese perverse Lust auf Abenteuer und Frivoles, man hat ja sonst nichts zu lachen in diesem Dasein aus allen Möglichkeiten des bunten Nichts.


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