Bright Size Life

Mit 21 der Jazzwelt ein Meisterstück zu Füßen zu legen – Pat Metheny (*1954) ist das mit Hilfe von Jaco Pastorius (1951-1987) und Bob Moses (*1948) gelungen. Jaco Pastorius ist tot, aber jeder lauscht staunend seinem Spiel am bundlosen Baß. Es hat ihn früh gerissen, dieses abgründige Leben in Kunst und Können. Ein Baß, der erzählen kann, nachzuhören auf allen Aufnahmen mit diesem Begnadeten, ob bei Weather Report oder sonstwo. Sein Tod wie ein schäbiger, aber richtiger Witz. Längst obdachlos (Leben, Geld, Karriere und all das andere nicht im Griff, dazu Alkohol und Kokain) hämmert er im Rausch an die Tür eines Nachtklubs in Wilton Manors, Florida und nervt. Der Türsteher schlägt ihn zusammen, weil er ihn für einen scheiß Junkie hält. Wenige Tage später stirbt der beste Baßspieler des zeitgenössischen Jazz an den Folgen dieser Hiebe und Tritte. Ich will den E-Baß klingen lassen wie eine menschliche Stimme, soll er gesagt haben. Die Stimme ist gut und deutlich vernehmbar zu hören auf Bright Size Life, dem Debütalbum von Pat Metheny.


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