Elam Harnish

Es ist Nacht, leiser Regen fällt, weich und ergiebig. Dann ein Blitz, als werde photographiert. Pflichtgemäß rollt der Donner hinterdrein. Das war es an Spannung. Der Flüsterregen bleibt und näßt behutsam die Erde oder das, was auf ihr liegt: Asphalt, Teer, Zement, Bitumen, Pflaster, Stein. Eine Kruste, eine kalte Haut. Installation von Macht und Schutz, Beherrschung und Pflegsamkeit. Dagegen der Matsch in Dawson City, als sie am Klondike Gold suchten, im Film. Ich denke oft an Elam Harnish, kommt aus der Kindheit. Ich wollte auch ein Abenteurer werden, jedenfalls nicht am Schreibtisch sitzen und Akten bearbeiten. Jack London, Lockruf des Goldes. Elam Harnish würde es ihnen zeigen, hoffte ich. Wer, wenn nicht er? Wem genau? Jenen, die sich unsterblich wähnen, da sie im Besitz nahezu unbegrenzter Mittel sind. Es regnet leise, weich und ergiebig. Als Harnish sich mit den Giganten anlegt, bekommt er, was er gewollt hat. Am Ende lacht er und lacht.


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