Eines der großen Rätsel meiner jungen Jahre war die Frage, was ich einmal werden will. Die Berufe, die zur Wahl standen, empfand ich als langweilig und schnöde. Meine Mitschüler wußten, daß sie eine Banklehre absolvieren werden, um danach vielleicht Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Andere wurden Ärzte, Rechtsanwälte, Firmenchefs. Nichts davon übte auch nur den geringsten Reiz auf mich aus. In einem Büro sitzen und Akten bearbeiten – das kam der Selbstabschaffung gleich. Schon steckten Kollegen ihren Kopf in die Tür und fragten, ob ich bereits gehört habe, daß Frau Piepenbrink jetzt einen Neuen hat – den Müller aus der Registratur, „ja, der mit dem Toupet“. Erst wollte ich Abenteurer werden, doch das war ja kein Beruf. Dann dachte ich ans Reisen, aber Reisen bedeutete Tourismus. Schließlich rettete ich mich in die Idee, Journalist werden zu wollen … Ich tat das auch, heilige Scheiße. Und so wurde ich Aushilfskellner, Transportarbeiter, Werbetexter, Korrekturleser und anderes mehr.
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z. B. Schriftsteller – unterschlag das nicht! Und ein deutscher Schriftsteller ist mehr als ein deutscher Minister. (Achternbusch)