Die Gedanken sind schneller als die Worte, aber ich werde zu folgen versuchen, buchstabentippend dieser Nacht. Übrigens setzen sie sich nicht nieder in einem vorgezeichneten Beet namens Text, sondern flattern herum, und meine Aufgabe scheint es zu sein, sie aus der Luft zu greifen und hernieder zu zwingen für einen kurzen Augenblick ihrer Gefügigkeit oder ‚Gesprächigkeit‘. Sie dabei nicht zu ermorden. Sie kommen in schneller Folge, das ereignet sich drei-, viermal im Jahr; aber es gibt Jahre, da passiert nichts dergleichen, da lebe ich vom Bestand. Wovon ich mich ernähre. Um zu existieren, reicht wenig. Luft, Sonne, Wind. Hinzu die Sachen, die in den Körper müssen, um anschließend wieder hinauszugelangen. Die Gedanken sind jenes, weshalb man einst an Engel glaubte, zuvor an Geister. Wir werden heimgesucht, und diese Erstaunlichkeit werde ich nicht banalisieren. Auch die Träume werde ich nicht verraten.
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