Im Ofen knistert das Holz. Hier spricht niemand sonst. Die Einkäufe sind erledigt. Martha Gellhorns Reportagen. 1959 schrieb sie einleitend: „In meiner Jugend glaubte ich an die Fähigkeit des Menschen, immer vollkommener zu werden, und an den Fortschritt; den Journalismus hielt ich für ein Leitfeuer auf dem Weg.“ Ich kaufte das Buch letztes Jahr im Sommer, als ich in Potsdam war und spazieren lief durch die Gärten und Parks. Etwas von dort wollte ich mitnehmen, ein Souvenir, ein Mitbringsel. So stieß ich auf Martha Gellhorn. Sie lag zu lesen vor einer Buchhandlung in der Fußgängerzone, ins Deutsche übersetzt, auf einem Ausstelltisch. Ich sage „sie“, denn in ihren Reportagen ist sie enthalten, weit besser und haltbarer als in einem Sarg auf irgendeinem Friedhof. Bestattung, Grab (Denkmal) und Friedhof sind Sentimentalitäten, anders als Bücher oder Texte.
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