Es muß Nacht sein und durchaus dunkel herum, damit die Gedanken einmal Auslauf bekommen und nicht sogleich enden am Grundstück einer nächsten sinnlichen Wahrnehmung. Oben herum stehen die Sterne oder lasten Wolkengewichte. Das mag schon sein, ich laufe nicht außer Haus, um das zu überprüfen. Nur daß die anderen ruhig sind, die mich umgeben, das ist wichtig. Sie sollen schlafen und träumen und einstweilen schweigen. Der auf diese Weise freigeräumte Ort ist unendlich. Mit Zauberhand und schöner Geste mögen auftreten diejenigen, die vermißt wurden oder längstens ersehnt. Ein Orchester spielt auf, wenn der Vorhang sich bewegt. Wir fürchten den Tod und verfluchen das Sterben. Solange aber getanzt wird, sind wir lebendig. Auftritt die Vergessene. Schmalweiß dreht sie sich im Lichtzylinder eines hohen Scheinwerfers, senkt den Kopf, fährt sich mit den Fingerspitzen über die Lippen und wirft die losen Worte fort. Ein Trommelwirbel schreckt sie auf. Die Bühne ist leer, gleißend hell, unerträglich sichtbar. Auftritt die Neugier. Leichtfüßig und trippelnd, in die Richtungen des jeweiligen Interesses sich neigend, das eine vertiefend, das andere lassend. Schnell ist sie fertig mit dem, wo nichts ist. Auftritt der Nehmende. Schreitet die Quadratmeter ab und notiert sich die Werte. Schnüffelt am Boden herum, faßt an, berührt die Erde. Langsam geht er herum, und es ist, spräche er zu sich selbst.
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