Was anstellen mit einem derart trüben Sonntag? Der Blick aus dem Fenster zeigt eine Wirklichkeit ohne Lust. Sie ist grau, schmutzig und abweisend. Als hätte jemand Wichtiges aufgegeben. Ich würde sie reizlos nennen, wüßte ich nicht, daß in jedem Winkel dort draußen mobilisiert wird. Sieh dir einmal das Haus gegenüber an – wie geduldig es dort steht. Du siehst es jeden Tag, bis du es nicht mehr siehst. Jahre und Ereignisse später siehst du es eines Tages erneut. Es ist wie bei einem Wiedersehen, nur daß das Haus nie fort war. Fort warst allein du. Solche Gedanken vertreiben die Zeit. Erkenntniskritik plus Melancholie, dazu Off Screen von den Hookworms. Zurück ins Bett? Der Vorhang ist ja bereits wieder zugezogen. Zeit muß man nicht vertreiben, sie geht von selbst. Später werde ich mich erinnern, wie sich dieser Sonntagvormittag angefühlt hat, als es draußen grau und drinnen wohlig war und ich nichts zu tun hatte, als über ein Haus nachzudenken, das ich jeden Tag sehe, aber angeblich nicht bemerke. Zöge ich den Vorhang wieder auf, könnte ich über Graustufen sinnen oder ihnen leise nachgehen.
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