Ist der Krieg erst erklärt, kommt man nicht so schnell wieder heraus. Zum Kriegführen braucht man einen Feind, der die Mühen und Opfer, die ihm gewidmet werden sollen, lohnt. Die Kriegspropaganda springt an und liefert Material. Ziel der Aufklärung im Namen des Krieges ist die Erzeugung von Angst. Sie ist die entscheidende psychologische Größe in jedem Krieg. Angst macht nicht nur gefügig, sondern auch opferbereit. Angstreaktionen in der Bevölkerung sind der Indikator dafür, daß die Kriegslogik, in der es immer um Leben und Tod geht, greift. Der Kriegslogik unterwerfen sich in langen Zügen der Rezeption und Perpetuation die Gehirne der Millionen, die sich nun intensiver als zuvor einem Gemeinwesen zugeordnet fühlen, in dessen Schutz sie sich begeben. Bald fordern sie selbst erhöhte Kriegsanstrengungen, damit der Sieg errungen wird. Sie möchten von ihrer Angst befreit werden und bewegen sich gedanklich auf schmalem Korridor in Richtung der einen gemeinsamen Hoffnung. Das können auch Wunderwaffen sein.
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