Täuschung überwunden

Nachts noch. Heimkehr mit der Gewißheit, daß Menschen sich verstehen können und werden. Selbst Fremde, wenn nicht eben sie, sprechen klar und deutlich. Ihr Wesen atmet ängstlich, denn es ist das Verstandenwerden nicht gewohnt. Ein aufmunterndes Schweigen, ein freundliches Gesicht, ein erster Satz. Gut, wenn sich vermittelt: Niemand hier ist sicher noch gesichert. Einkommen, Job, Mann, Frau, Kind, Wohnviertel, Karten, Zugänge, Einlässe, Sicherungen, Risikoabschätzung, Stilwahl, Vermögen, Vermächtnis, Gedächtnis. Pustekuchen. Mensch zu Mensch im Eins-zu-eins, die echte Bewährung. Das Leben nicht vom Hals. Stets da. Getäuscht derjenige, der dachte, daß. Keine Krise (das täuscht), im Gegenteil: Gewißheit, daß es gehen wird, wenn es nötig wird. Bis dahin Trennung der Sphären, wie sie erwartet wird und erwartet werden darf. Niemand ist allein, doch es fühlt sich so an. Täuschung überwinden. (Auch dazu später mehr. Kein Faden verdorrt mir des Wegs durch die Tage.)


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