„Tschatschatscha!“ schrie die Kalaschnikow

Die Müdigkeit rettet. Göttlicher Schlaf. Traumschwere. Ozeantiefes Ausruhen. Vorfreude auf einen neuen Tag. Die Entwertungen finden statt, ich registriere die Kurse. Unter Halbidioten lebt es sich riskant. An wen sich wenden? Es hilft nicht, so zu tun, als sei alles irgendwie okay. Es hilft nicht, davon auszugehen, nichts mehr sei okay. Zwischen Alles und Nichts findet Wirklichkeit statt. Woanders schießen sie aufeinander, ohne sich persönlich zu kennen. Das macht der Krieg, der das Töten lizensiert. Ich solle bei Gelegenheit mal schauen, wie sich der Krieg im Jemen ausnimmt, riet mir gestern jemand. Ich werde das tun, versprach ich. Wohin wir schauen, heißt auch, wohin wir nicht schauen. Auswahl treffen und werten. Das ist auch ein Geschäft.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

„Tschatschatscha!“ schrie die Kalaschnikow

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert