Im Traum sollte ich ein Huhn töten. Der Handlungsrahmen war didaktisch. Ich sollte lernen, meinen Widerwillen zu überwinden. Die Ausbilder wußten Bescheid. Das Beil stand am Hackeklotz, in seinem Käfig gab das Huhn arttypische Laute von sich. Daß es ganz einfach ist, hatte ich bereits verstanden. Du nimmst das Beil und schlägst ihm gegen den Kopf, dann ist es bewußtlos. Anschließend greifst du mit deiner Linken die Beine und hältst das Huhn so, daß sein ruhender Kopf auf dem Holzklotz liegt. Mit einem gezielten Beilhieb trennst du Kopf und Körper. Dann flattert es noch ein bißchen, ohne Kopf, aber das ist nicht wichtig. Ich nickte und spielte auf Zeit. Das Huhn machte Geräusche. Die Ausbilder nickten ermutigend. Du weißt, wie wichtig es für dich ist, daß du es diesmal endlich tust. Ich erwachte in einen Sonntag mit Sonnenschein. Kein Huhn weit und breit, nichts zu töten in der Nähe.
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