Was ist das Interessante an Menschen, die sich verändern? Daß sie es tun (1), wie sie es tun (2), woran es sich zeigt (3). Die Esoteriker sagen, es gäbe zwei große Wandlungen im Leben eines Menschen: die eine findet im Alter um die 28 statt, die zweite im Alter um die 56. Das mag sich begründen lassen, auch aus dem Körper heraus und den Themen und Fragestellungen, mit denen sich die Entwicklungspsychologie beschäftigt. Tatsächlich durchlaufen wir Phasen, wenngleich ich ‚durchlaufen‘ als eine beschwichtigende Vokabel auffasse. Wer jedoch von Phasen spricht, wird sie benennen und nachweisen müssen, besser noch: spüren am eigenen Leib; mitbangend am Verhalten geliebter Menschen; beobachtend an anderen. Daß wir nicht absolut wir selbst bleiben, wirkt tröstend. Ebenso tröstet, daß wir uns nicht in Gänze verlieren können. Schelmisch ließe sich sagen: Wir sind verurteilt zu uns selbst, aber nicht ganz. Niemand möchte sich verpflichtet wissen auf das eine gültige Bild. Auch reagieren wir allergisch auf Festlegungen solcher Art. Du bist der, der … Physikalisch beherrschen wir die Strömungslehren, biopsychosozial einstweilen noch unzureichend. Das läßt sich ändern. Nicht aller Tage Abend, längst noch nicht Schluß. Wir fangen erst an zu verstehen. Dessen bin ich gewiß und verbünde mich jenen Geistern, die ebenfalls wußten, daß wir skandalös wenig wissen.
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