In der Flucht der Bewegungen

Wie abgeräumt der Tisch bereits ist, erfahren letzten Endes die Ratten. Die nachbürgerliche Welt mit ihren heilen Fassaden gerät in Begründungsnot. Wäre es nicht besser, täglich zehntausend Menschen zu verpflegen, statt ein Theater aufrechtzuerhalten, das diejenigen besuchen, die genug besitzen, um nicht draußen darum kämpfen zu müssen. Solche Streitigkeiten werden erneut aufkommen, wenn die Barbarei obsiegt. Andererseits müssen die Zwischenräume geschlossen werden, sonst ziehen die Vandalen ein. Ich erlebe eine intellektuelle Welt in Auflösung und nahezu synchron eine rokokohaft-höfische Aufregung um diesen oder jenen sprachlichen Putz. Wissenschaft ersetzt Religion. Utopia ist jetzt. Freiheit wird zur Groteske, neuerlich eingeforderter Zwang laut beklatscht. Sogar kriegsbereit möchte man sich bürgerlicherseits präsentieren. Ich frage gar nicht erst, was das werden soll. Ein Faschingsaufzug, eine Abendlandprozession, ein Todeskommando.


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