Nicht trostlos, nur erschöpft

Harte Tage, schwere Tage. Knochentage. Nichts scheint, wenig leuchtet. Nun der nahe volle Mond wie zum Scheibenschießen. Das Arbeiten ist wie das Nichtstun eine Last. Der besungen Goldene Oktober schuldet nichts, doch das Gefühl dafür fehlt. Wie ausgezehrt kann man sein, wie erschöpft nach diesen Jahren der Depression und des Zermalmtwerdens in den Mahlwerken der Zeit. Mir ist nach Hundert Jahren Einsamkeit, um erneut den Romantitel zu benutzen. Nicht nach radikaler Einsamkeit, sondern einer Abgeschiedenheit, die heilsam ist. Ich sehe schon nichts mehr, schaue durch die Dinge und Menschen hindurch und spüre sie trotzdem.


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