Der Hund mit dem Maulkorb ist lieb. Der Mann mit der Lederjacke und den weißen Turnschuhen ist lieb. Seine Freundin mit dem Täschchen ist auch lieb. Diese drei Lieben stoßen auf einen, der ebenfalls lieb ist. Dieser spricht den Hund mit dem Maulkorb an, nur mit den Augen. Darauf legt der Hund mit dem Maulkorb sich auf den Boden, völlig ergeben. Er möchte gestreichelt werden, das ist deutlich. Der mit dem Hund spricht wendet sich nun an den mit den weißen Turnschuhen. Sie sprechen darüber, daß der Hund mit dem Maulkorb lieb ist. Eigentlich lieb – denn „manche verstehen das nicht“. Die sehen nur den Maulkorb und denken, daß der Hund mit dem Maulkorb nicht lieb ist. Warum der mit den weißen Turnschuhen, der mit dem, der mit dem Hund spricht, redet, seinem lieben Hund einen Maulkorb anlegt, bleibt ungefragt. Der liebe Hund ist ein American Staffordshire Terrier. Die müssen einen Maulkorb tragen und an der Leine geführt werden. Das wissen die drei Lieben, die um ihn herum sitzen, der eigentlich der Allerliebste ist, da er seinen weichen Bauch und die empfindlichen Stellen darbietet, als wolle er seine sogenannte Gefährlichkeit widerlegen. Daher sprechen sie gar nicht erst über diese Vorschrift, sondern nur über die Vorurteile der meisten Menschen. „Einige wissen Bescheid, aber das sind die wenigsten“, sagt Der mit dem Hund spricht. So können sie noch lange einvernehmlich reden und ein wenig genießen, daß es in dieser großen und manchmal feindlichen Stadt einige gibt, die nicht nach Gesetz und Vorschrift urteilen.
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