Man tituliert nicht seine Empfindungen. Niemand bei Verstand schreibt einen Text hinein in eine Falle des vorschnellen Verstehens. Niemand bei Verstand weiß, was die Wörter anstellen, die vorschnell gewählt in den Raum springen. Niemand bei Verstand weiß, was eine Regung anstellt, wenn sie sich regt. Niemand bei Verstand weiß, was ein Lied auslöst, ein richtige Zeile, ein treffender Vers. Niemand bei Verstand weiß, was Wörter als Laute ausrichten, wenn sich begegnen Sache, Sinn und Sinnlichkeit. Demnach bitte Achtung, auch gegenüber uns selbst. Es ist meistens anders, es ist neu. Es gibt keinen Verlaß, doch man kann sich verlassen. Darauf, daß es sich anfühlt, als breche etwas herein, das abzuwehren sei. Darauf, daß es das Beste sein mag, das jemals begann. Wenn nicht, dann stellt es sich später heraus. Doch später ist nicht jetzt. Niemals den vierten vor dem ersten Schritt. Frühling nickt, der fröhliche Blutsauger.
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