Eine unermeßliche Traurigkeit auf den Straßen, in den Herzen, selbst in den Gedanken. Niemand konnte es auf sich selbst schieben, sie war da. Die Erschöpfung bot an, sich verantwortlich zu zeigen. Die Müdigkeit sprang ihr bei. Doch das war es nicht. Von oben kam das Wetter und zeigte seine Werte. Das nennt man schwül, nicht? Sicher, so nennt man das. Doch es war nicht das Wetter, es war nicht die Müdigkeit, nicht Erschöpfung. Mit jedem Jahr wird es schlimmer, sagte eine Frau. Die anderen feierten Tarantino. Die Traurigkeit kippte in die Verzweiflung. Gehen. Vor einem neuen Restaurant war die Straße versperrt, da sie draußen saßen und sitzen wollten und sich gar nicht traurig fühlten, sondern richtig. So soll sich ein Mensch fühlen, das ist gut. Die Werte stimmten, doch das Gewitter blieb aus. Im langen Glasgang einer Einkaufspassage stand die Stille wie eine Gottheit. Am Pfandautomaten quälten sich zwei mit der Technik. Die lichtschrankengesteuerte Schwingtür aus zwei Plastikärmchen öffnete sich bereitwillig. Durch die Gänge ohne einen Blick nach rechts oder links zur Tiefkühltruhe. Dort Beute machen. Niemandem in die Augen schauen, geradeaus zum Ziel aller Ziele: der Kasse. Sammeln Sie Treueherzen? Niemandem ins Gesicht schauen, um nicht in ein unhaltbares Schluchzen auszubrechen. Das kommt aus dem Inneren und möchte sich befreien wie die fünf Containerschiffe im Hamburger Hafen: Sie trieben aufeinander zu und berührten sich, sagte der Polizeisprecher. Überschrift: Starke Gewitter beenden heißesten Tag des Jahres. Glückliches Hamburg.
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