People say she’s crazy / She got diamonds on the soles of her shoes / Well, that’s one way to lose these walking blues / Diamonds on the soles of her shoes.
Paul Simon in Südafrika, singende Gitarren, die Stimmen von Ladysmith Black Mambazo, ein Album namens Graceland. Elvis‘ Luxusvilla und Afrika, kurzerhand verbunden. Das ist der Sprung aus dem Gehäuse. Da öffnen sich Welten und driften. Bei jeder Berührung knirscht und funkt es. So entsteht symbolische Wirklichkeit. Da staunt die Welt, und es ist „nur“ Populärmusik. Ohne Afrika niemals ein Elvis, ohne Elvis kein Paul Simon. Daß Afrika hier oft vergessen oder südlich der Gedanken liegen gelassen wird wie gute Erde unter eiligen Schritten, ist fahrlässig und beruhigend zugleich. Europa hat sich um jenen Kontinent gekümmert, und wie. Erst ausrauben, dann entwickeln. Seit einigen Jahren interessieren sich neben den Nordamerikanern vor allem Chinesen. Afrika übersteht sie alle, sagen einige. Es gibt kein selbstloses Helfen in der Welt von Politik und Wirtschaft. Das muß so sein, denn es macht die interessegestützte Hilfe verläßlich. Sonst spräche man von Almosen. Da viele Deals faul sind, ist ihnen keine Dauer vergönnt. Übrigens werden wir entweder beneidet oder bemitleidet. Dazwischen gibt es fast nichts. Weiter draußen steht der Haß, doch der ist nur gewendeter Neid.
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