Das Leben ist schön. Ich sagte das heute bestimmt fünfmal, und das mit gutem Grund. Ich schreibe es jetzt erneut: Das Leben ist schön. Nicht um mich oder einen Leser zu überzeugen, sondern aus purer Lust. Und gleich noch einmal: Das Leben ist schön. Jetzt habe ich mich beruhigt und sage es erst morgen wieder. Einige können das gar nicht mehr erkennen oder spüren und lassen sich auch keine Zeit, auf die Rückkehr des guten Gefühls zu warten oder sie vorzubereiten. Sie sind fest überzeugt davon, daß das Übel überwiegt und daß es bleibt, wie es scheint. Es kommt auch vor, daß das Schlimme überwiegt – in einem selbst. Außerhalb ist stets ein Unentschieden, doch daß es überhaupt 1:1 steht, ist Wunder genug. Es könnte nämlich gar nichts sein oder alles wäre ohne uns, nämlich Menschen, die erkennen, verstehen und das Kostbare zu schätzen wissen und zudem einander Freude bereiten. Die Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, interessiert mich seit Jahren nicht mehr. Solange etwas im Glas ist, können wir trinken und uns erquicken. Ist es dann leer, suchen wir eine Quelle oder bohren einen Brunnen.
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