Die ehrbaren Bürger nickten ernst und feierlich, wenn auf Ihn die Rede kam, besonders an Ostern und zur Weihnachtszeit. Klein-Friedrich war fromm und sensibel, alles hinterließ einen mächtigen Abdruck in seiner empfänglichen Seele. Gott war das Größte, das es gab, unaussprechlich schön und fürchterlich in der Machtfülle Seines Gebietens. In diesem Glauben wurde Friedrich erzogen, bis er eines Tages eine entsetzliche Entdeckung machte. Er hatte lediglich ein wenig hinter die Kulissen schauen wollen, war begierig gewesen, die Zusammenhänge besser zu verstehen und sich die heiligen Texte und den Glanz ihrer Offenbarung tiefer noch zu erschließen. Da brach sein heiliges Bild in Stücke. Er war einem Komplott aufgesessen, einer Verschwörung wider seinen ganz ernsthaften Glauben, wider auch seine kindliche Gutgläubigkeit. Das würde er sie büßen lassen. Kein Stein würde auf dem anderen liegen bleiben. Er würde ihnen ins Gesicht spucken, auf offener Straße und für jedermann sichtbar. Denn sie hatten es gewagt zu lügen, im Namen des Größten, Schönsten und Heiligsten … Sie hatten ein unwürdiges Schauspiel ironischer Existenz abgeliefert, diese kleinen scheinheiligen Philister, diese Erbärmlinge vor dem Herrn, den es nicht gab gab gab gab.
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