Bis schöner nicht mehr geht

Es liest sich nicht gut auf dem Bildschirm, noch schlimmer auf dem Smartphone. Notbehelfe, doch das jeweils Neue erscheint schnell. Ob es zu dauern vermag, zeigt sich. Es gibt Sätze, die gehen einem nach. In den Wind geworfen in Schnipseln, Schnee beschrieben nachts im Lichte des Mondes. Vieles gebürt dem Augenblick, sage es jetzt oder sage es nie. Die Geschichtsschreiber bücken sich später danach, fragen sich, wie es war. Ja, wie war es denn, wie ist es denn? Es ist recht angenehm, doch viele fühlen sich bedroht. Als sei auf alles ein Ablaufdatum gedruckt, doch ist der Aufdruck nicht zu finden. Tubenfalz, Deckelrand, Unterseite – nirgendwo der Stempel. Hinter den Ohren nicht, unter den Füßen nicht. So leben wir ungewiß weiter. Die Tage werden jetzt immer schöner, bis es eines Tages nicht mehr schöner geht. Dann rollen wir uns zusammen und warten leise ab, was als nächstes kommt. Irgendwann eine Menge Schnee und ein Nachtspaziergang auf dem zugefrorenen Kanal im Schein des Mondes. Längs des hohen Ufers die Kette der Lichter der schummrigen Laternen. Der Schnee dämpft die Geräusche. Die Enten und Schwäne halten gemeinsam ein Stück des Wassers eisfrei.


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