Frühmorgens diese Stimmungen relativer Akzeptanz

Sich selbst gut zureden wie einem Pferd oder einem Hund. Das wird schon. Der tröstende Ton darin, die aufmunternde Lüge. Sich gegenüber treten wie einer zweiten Person, um die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Sich ironisch begegnen wie einem unverbesserlichen Gauner, dessen Tricks man längst durchschaut hat. Auch die anderen zusammentrommeln, die zu diesem verrückten Ensemble gehören und einfach weiterschlafen wollen. Faule Bande. Der neue Tag wird gerecht geteilt, das Leben schreitet voran. Frisch auf ins muntere Treiben. Kaffee wird verteilt, ein Frühstücksei gepellt, Hoffnung ausgegeben. Das wird schon, das ist nun einmal so, und darum ist es gut. Jetzt muß nur noch der körperliche Repräsentant dieser schrägen Truppe rasiert, frisiert und ausstaffiert werden, dann kann es losgehen. Was für ein Anblick. Die Spiegelfrage beantwortet sich von selbst. Wer kann es richten? Die Philosophie muß her. Sie zuckt mit den Schultern, fühlt sich unzuständig. Die Poesie soll es ausbügeln, wie so oft. Sing ein Lied, Spielmann! Der verbeugt sich tief, grinst schief und stimmt eine traurig schöne Weise an vom Auszug in die Schlacht. Er weiß: täte er das nicht, riefen sie das Militär. Der Narr spottet dazu etwas bei, indem er kichert: Sieh dir gleich die anderen an, die sind auch nicht beisammen, die finden sich noch. Über den Tag verteilt sollte das gelingen. Die Tür schlägt zu. Die Füße finden den Weg. Es geht bergab.


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Frühmorgens diese Stimmungen relativer Akzeptanz

Ein Gedanke zu „Frühmorgens diese Stimmungen relativer Akzeptanz“

  1. Ulrich schreibt:

    Juhu, und wenn die Bande erstmal anfängt, sich zu küssen,geht es richtig rund.
    Nur wenn man bergab geht, kommt man den Dingen auf den Grund.

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