Es gab noch mehr. Da war eine französische Familie, die lernte Deutsch. Sie liefen auf Flugbahn 2 Richtung Westen, wo die Sonne unterging, und ich hörte sie rufen: Der Kopf. Die Hose. Der Kinder. Nein, die Kinder. Die Erde. Die Sonne. Sie hüpften dabei. Mutter, Vater, zwei Kinder.
In der Hasenheide erkennt mich nun der Hochlandbulle, meine ich. Er sah mich an, während drumherum genug Leute standen oder saßen, die sich ebenfalls für ihn interessierten und die er ebenso hätte anschauen können. Schließlich ist Sonntag, war Sonntagnachmittag, da sind viele unterwegs. Seltsam. Die Yak-Kuh fehlte.
Die afrikanischen Dealer nahmen die Beine in die Hand und rannten, einer Razzia oder anderen Bedrohung wegen. Zwei von ihnen bahnten sich eilig einen Weg durch uns Besucher dieses rührenden Minizoos. Bei den Eseln blieben sie stehen und beobachteten den Eingang. Niemand erschien, der für sie eine Gefahr darstellte.
Ich dachte über ihr Leben nach, doch es blieb beim Versuch. Ich habe nicht die Spur einer Ahnung. Was geschieht, wenn sie gefaßt werden? Abschiebung? Für das Hochlandrind ist Platz da, für die Flüchtenden nicht. Als Dealer nerven sie, sind aufdringlich, wirken manchmal bedrohlich. Doch sind sie arme Schweine, alle wissen das, und darum tun wir Spaziergänger im Park so, als seien sie gar nicht da. Ich denke, wir möchten es nicht zu genau wissen, weil wir dann nicht wüßten, was wir tun sollen oder können.
Es scheint Gegenden zu geben, in die man nicht hineingeboren werden sollte. Und wir hier? Kein so schlechtes Leben, alles in allem. Aber einst war hier einer der Hauptaustragungsorte des Schreckens. Ich dachte dann noch über das Glück nach, doch paßt das nicht in diesen Text.
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