Der Bus war nahezu leer, draußen wurde es dunkel. Die ausgedehnten Felder der Börde. Ortschaften hingekauert, bunter als damals, als es noch stärker aus den Häusern rauchte und eine Ascheschicht oder Ähnliches auf den Landschaften und Ortschaften lag und sogar die Menschen staubig wirkten, wie abgetragen und verbraucht, dabei waren viele sogar jung oder schienen so. Wir durften ja nicht hinfahren, um nachzusehen, was dort lebte entlang des Transits. Einmal ein schönes Mädchen auf einer Raststätte, Intertank, sie war mit zwei Jungs unterwegs, beide fuhren Moped. Sie konnte nicht bei beiden hintendrauf sitzen, deshalb fuhr sie mit dem einen davon, während der andere allein fuhr. Sie waren nur kurz auf der Raststätte, bloß um zu gucken. Wer die Westler sind, die durch ihre Gegend fahren nach Berlin. Sie war so schön, daß ich sie noch, wenn auch verschwommen, sehen kann. Im Bild dieser Schönheit war für mich damals bereits viel Schmerz enthalten, Schmerz und Sehnsucht in gleichen Gewichtsanteilen. Nun fuhren wir dort durch, als sei es nichts. Nichts außer Landschaft und Himmel, was bereits eine Menge ist. Ich las ein Buch aus dem Jahr 1964.
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